„Time to Say Goodbye“
Feierlicher Abschied von Dr. Hans-Joachim Meyer-Krahmer und Dr. Ulrich Ruta vom UKM Marienhospital

Steinfurt (UKM Marienhospital/kk). Als Chefarzt der Radiologie und Ärztlicher Direktor war er vielen bekannt – dass Dr. Hans-Joachim Meyer-Krahmer auch ein passionierter Cellist ist, wussten hingegen nur wenige. Bei seiner feierlichen Verabschiedung in der Bagno-Konzertgalerie griff der 66-Jährige selbst zum Violoncello und spielte – gemeinsam mit der Cellistin Antje Grünwald – das Stück „Time to Say Goodbye“. Grünwald begleitete den Abend zudem musikalisch mit Werken von Johann Sebastian Bach und Isaac Albéniz und verlieh der Veranstaltung einen besonders feierlichen Rahmen.
In seiner Abschiedsrede verriet der bisherige Radiologie-Chefarzt, dass er ursprünglich mit dem Gedanken gespielt habe, professioneller Musiker zu werden, sich dann jedoch für eine medizinische Laufbahn entschieden habe. „Solo oder tutti – das ist die Frage, die sich jeder Musiker irgendwann stellt.“ Die Radiologie sei dabei definitiv kein Soloinstrument. „Ohne das Team funktioniert es nicht. In einem Krankenhaus wie in Steinfurt kommt es auf jeden Einzelnen an“, betonte Meyer-Krahmer. Und welche Rolle spielt die Radiologie im Orchester? „Die eines durchgehenden Basso continuo der dauerhaft verfügbaren Bildgebung. Und damit haben wir etwas mit den Anästhesiologen gemein“, schlug er die Brücke zur zweiten Verabschiedung des Abends.
Diese galt dem Chefarzt der Anästhesiologie und Intensivmedizin, Dr. Ulrich Ruta. Nach fast 25 Jahren am Steinfurter Krankenhaus beendete er seinen Dienst. Maßgeblich beteiligt war er im Jahr 2005 an der Neuausrichtung der Intensivstation im Erweiterungsbau an der Mauritiusstraße. Seit 2019 lag sein Tätigkeitsschwerpunkt in der Leitung der Abteilung für ambulante Anästhesiologie und trug damit der stetig wachsenden Zahl ambulanter operativer Eingriffe Rechnung. Darüber hinaus übernahm er Verantwortung als Transfusionsbeauftragter sowie als Transplantationsbeauftragter des Hauses. In seiner Rede bedankte sich Ruta bei seinen Kolleginnen und Kollegen: „Ich habe den größten Teil meiner ärztlichen Karriere am Marienhospital verbracht und bin dankbar für die stets vertrauensvolle und kollegiale Zusammenarbeit.“
Der neue Ärztliche Direktor Dr. Bernd Krabbe fand würdigende Worte für die beiden langjährigen Chefärzte: „Wir verabschieden heute zwei Menschen, die das Marienhospital und seine Unternehmenskultur über Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Heute ist euer letzter gemeinsamer Auftritt auf der ganz großen Bühne.“
Auch Geschäftsführer Dirk Schmedding zog Parallelen zwischen den beiden scheidenden Chefärzten: „Beide Professionen machen das Unsichtbare sichtbar und das Unhörbare hörbar. Sie erspüren die Melodie des Körpers ihrer Patientinnen und Patienten, erkennen Harmonie und Disharmonie, Gesundheit und Krankheit. Der Radiologe vermag es, im wahrsten Sinne des Wortes zwischen den Schichten zu lesen. Der Anästhesiologe wehrt den Anfängen von Komplikationen, indem er kleinste Abweichungen erkennt – lange bevor sie für andere spürbar oder sichtbar werden.“
Schmedding bedankte sich für die engagierte Zusammenarbeit und die gelebte Haltung und schloss mit den Worten: „Möge Ihr Ruhestand klingen wie ein gut gespieltes Cello: warm, rund und erfüllt – getragen von all dem, was Ihnen wichtig ist.“

