Perspektivwechsel am Arbeitsplatz
UKM Marienhospital und Caritaswerkstätten beteiligten sich am bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“

Steinfurt. Wie ist es, für einen Tag den Arbeitsplatz zu tauschen und den Berufsalltag des jeweils anderen kennenzulernen? Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Schichtwechsel“ wechselten Markus Bröcker von den Caritaswerkstätten in Burgsteinfurt und Ralf Winter, Pflegebereichsleiter am UKM Marienhospital, ihre Tätigkeitsfelder.
Markus Bröcker, der bei den Caritaswerkstätten in der Verwaltung arbeitet, schlüpfte am Morgen in den weißen Pflegekasack. Gemeinsam mit Pflegefachfrau Ina Debernitz machte er sich in seinem Rollstuhl auf den Weg durch das Krankenhaus. Dabei lernte er unter anderem die Information, den Begleitdienst und verschiedene Pflegestationsteams kennen.
Ina Debernitz erlebte ihn als ausgesprochen offenen Menschen. „Markus stellt viele Fragen und ist sehr interessiert und aufgeschlossen.“ Besonders die Endoskopie hatte es ihm angetan – dort hätte er am liebsten noch mehr Zeit verbracht. Doch das Programm war umfangreich, und viele weitere Stationen seines Rundgangs warteten bereits auf ihn. „Ein Krankenhaus ist einfach spannend, weil man hier Dinge erlebt, die man sonst nicht sieht, zum Beispiel, wie ein Körper von innen aussieht“, berichtete Bröcker von seinem Tag.
Ralf Winter erhielt währenddessen Einblicke in die vielfältige Arbeit der Caritaswerkstätten. Er unterstützte am Empfang und im Verkaufsladen und packte anschließend in der Schreinerwerkstatt mit an. „Ich wusste natürlich, dass es die Caritaswerkstätten in Burgsteinfurt gibt. Aber was alles dahintersteckt, ist schon toll. Es hat richtig Spaß gemacht und die Mitarbeitenden waren total aufgeschlossen“, lautete sein Fazit.
Initiiert und begleitet wurde der „Schichtwechsel“ am UKM Marienhospital vom stellvertretenden Pflegedienstleiter Georg Westkamp. Der bundesweite Aktionstag ermöglicht Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen, eröffnet neue Einblicke in unterschiedliche Arbeitswelten und trägt dazu bei, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen.
