Zweieinhalb Tonnen Medizintechnik für den Blick ins Körperinnere
Neuer MRT am Bauhaus MVZ in Betrieb genommen

Steinfurt (Bauhaus MVZ/kk). Seit Juni ist im Bauhaus MVZ Steinfurt ein neuer Magnetresonanztomograph (MRT) im Einsatz. Das System der neuesten Generation liefert Bilder in hoher diagnostischer Qualität und erweitert die diagnostischen Möglichkeiten für ambulante Patientinnen und Patienten der Praxis und die Radiologie am UKM Marienhospital.
„Mit dem neuen MRT erreichen wir eine nochmals verbesserte Bildqualität, die unsere diagnostischen Möglichkeiten erweitert“, sagt der Radiologe Dr. Alexej Titschert. „Die höhere Bildqualität unterstützt unsere Befundung und ermöglicht eine noch präzisere Beurteilung auch kleiner Veränderungen. Davon profitieren unsere Patientinnen und Patienten unmittelbar.“
Eigentümerin des neuen MRT ist die Bauhaus MVZ GmbH, die die radiologische Praxis am UKM Marienhospital betreibt. Die neue Technologie wird in unterschiedlichen Versorgungsbereichen eingesetzt: für die radiologische Diagnostik am UKM Marienhospital, für Untersuchungen im Rahmen der Versorgung bei Berufsunfällen (BG) sowie für ambulante Leistungen der Praxis für Privatversicherte und Selbstzahlende. Die Einsatzmöglichkeiten der Magnetresonanztomographie sind vielfältig. Dazu zählen unter anderem Untersuchungen des Gehirns, der Wirbelsäule und Gelenke, der Gefäße sowie die Tumordiagnostik. Mit dem neuen System können nun beispielsweise auch multiparametrische MRT-Untersuchungen der Prostata durchgeführt werden.
MVZ-Geschäftsführer Norbert Althelmig sieht in der Neuanschaffung einen wichtigen Fortschritt: „Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet die neue Technik auch mehr Komfort, weil viele Untersuchungen schneller durchgeführt werden können. Dadurch verkürzt sich häufig die Zeit im MRT.“
Die neue „Röhre“ verfügt über eine 70 Zentimeter breite Öffnung und ersetzt ein offenes System, das in Steinfurt rund 20 Jahre lang im Einsatz war. „Die Entscheidung für ein geschlossenes MRT fiel bewusst zugunsten der deutlich besseren diagnostischen Bildqualität“, erläutert MVZ-Geschäftsführer Dirk Schmedding. Gleichzeitig sorge die großzügige Öffnung – sie bietet zehn Zentimeter mehr Durchmesser als herkömmliche Systeme – dafür, dass die Untersuchung für viele Patientinnen und Patienten entspannter ist.
Der neue MRT ist bereits mit KI-gestützten Funktionen ausgestattet, die die Planung und Vorbereitung von Untersuchungen beschleunigen. „Dabei geht es nicht darum, dass eine künstliche Intelligenz Befunde erstellt oder Diagnosen stellt“, erklärt Radiologe Heinz Herden. „Die medizinische Bewertung der Bilder bleibt selbstverständlich Aufgabe unserer Ärztinnen und Ärzte.“
Ein MRT-Austausch ist immer eine besondere Herausforderung, berichtet die Projektverantwortliche Oxana Zwinger. Das bisherige Gerät wog rund sieben Tonnen und musste mithilfe eines Krans aus dem Gebäude gehoben werden. Dafür musste eigens eine Außenwand der Praxis am Stiftsgraben geöffnet werden. Anschließend konnte das neue, mit rund zweieinhalb Tonnen deutlich leichtere System über eine Rampe direkt vom Lastwagen in die Praxis eingebracht werden. Für Stephan Erdtmann, Technischer Leiter des UKM Marienhospitals, ist der erfolgreiche Einbau vor allem Teamarbeit: „Viele Gewerke mussten eng zusammenarbeiten. Dass alles so reibungslos funktioniert hat, ist eine echte Gemeinschaftsleistung.“
